26Jun
Von: Thilo von Glass An: 26. Juni 2013 In: Presse, Pressespiegel Kommentare: 2

Der Hingucker am Heck verrät die Heimat

Ein neuer Autoaufkleber soll für das Fichtelgebirge werben. Am Wochenende startet in drei Städten eine Verteilaktion. Zusätzlich gibt es ein Gewinnspiel im Radio.

Wunsiedel – Der Sylt-Aufkleber ist das große Vorbild. Kein Schriftzug, nur das stilisierte Eiland, und jeder weiß, im Wagen vor mir sitzt ein Fan der nordfriesischen Insel.

Da will auch das Fichtelgebirge hin, sagt Sina Hamzaoui von der Wiwego-Entwicklungsagentur: „Wenn es irgendwann genügt, alleine mit den Hufeisen das Fichtelgebirge zu verbinden, dann sind wir am Ziel.“ Weil die Region auf einem guten Weg ist, aber eben noch nicht ganz so weit, prangt auf den neuen Autoaufklebern neben dem Hufeisen in dicken Lettern „Fichtelgebirge“ und ein bisschen kleiner darunter: „Das sagenhafte Stück Bayern“.

40 000 Aufkleber wurden zunächst hergestellt, die ab sofort unter das Volk, beziehungsweise an das Auto gebracht werden sollen. In vier Varianten, grün-blau, schwarz, weiß und silber, liegen die Autoaufkleber bei den Städten und Gemeinden aus. Zusätzlich startet am Samstag, 29. Juni, parallel in drei Städten eine große Verteilaktion. Von 10 bis 12 Uhr können sich heimatverbundene Verkehrsteilnehmer in Wunsiedel bei Edeka Enders, in Marktredwitz am KEC und in Selb bei Edeka Egert je nach Gusto und Farbe des Autos mit den neuen Aufklebern eindecken. „Wir ersetzen damit den über 25 Jahre alten Fichtelgebirge-Aufkleber“, so Hamzaoui.

Die treibenden Kräfte hinter der Aktion war neben der Entwicklungsagentur auch der Förderverein „Lebens- und Wirtschaftsraum Fichtelgebirge“. Wie Vorstandsmitglied Sybille Kießling erklärt, soll mit dem neuen Aufklebern jeder Fichtelgebirgler ganz einfach Werbung für seine Heimat machen können. „Weil wir gemerkt haben, dass nicht jeder weiß, wo das Fichtelgebirge ist, war uns ,Bayern´ als Slogan für die Verortung wichtig“, so Kießling.

Mit 500 Euro hat Josef Schmidt das Projekt unterstützt. „Jeder meint, seine Heimat ist die schönste. Aber bei uns stimmt´s einfach“, sagt Schmidt. Genau wie Dr. Birgit Seelbinder, Oberbürgermeisterin von Marktredwitz, und die dritte Bürgermeisterin von Wunsiedel, Margit Widenmayer, ist auch Schmidt der Meinung, dass man neben dem Aufkleber auch ein Lächeln im Gesicht tragen sollte, wenn man auf seine Herkunft angesprochen wird. „Wir sollten selbstbewusst zeigen, dass wir stolz auf unsere Region sind“, so Landrat Dr. Karl Döhler. Er findet es wichtig, bei dieser Aktion über den Tellerrand hinaus zu blicken. Das Fichtelgebirge sei ein verbindendes Element über politische Grenzen hinweg.

Übrigens könnte sich das Anbringen des neuen Aufklebers auf das Auto durchaus auch bezahlt machen. Zwischen dem 8. und 19. Juli schickt Radio Euroherz einen Reporter durch die Region. Entdeckt er einen Aufkleber und gibt das Kennzeichen des Autos im laufenden Programm durch, dann winkt ein Tagespreis im Wert von 250 Euro.

Hier können Sie sich den neuen Aufkleber ansehen:

Der neue Aufkleber (750,1 KiB)

2 Kommentare:

    • Semmling Helmut
    • Oktober 04, 2015
    • Antwort

    Sehrn geehrte Damen und Herren,
    könnten Sie mir bitte 2 Aufkleber in grün-blau zusenden.
    Würde auch gerne für die entstandenen Kosten aufkommen.

    Mit freundlichen Grüßen

    Semmling Helmut
    Diesenbacher Strasse 32
    93128 Regenstauf

    (Ich bin in Kirchenlamitz geboren)

    • Thomas Brückel
    • Juli 25, 2017
    • Antwort

    Sehr geehrte Damen und Herren,
    habe erst jetzt von dieser Aktion erfahren, welche ich sehr toll finde, Aus diesem Grunde würde mich sehr gerne über 2 Autoaufkleber meiner alten Heimat freuen- da ich dem Fichtelgebirge sehr verbunden (Verwandtschaft/Freunde) bin und ich leider immer wieder feststellen kann wenn ich meine alte Heimat (Fichtelberg) besuche, wie schlimm sich die Landflucht gestaltet will ich gern hier im Schwäbischen Werbung für meine Heimat machen…….
    Leider wurden in Fichtelberg nach dem Großbrand des Kristallbades in Neubau erhebliche Entscheidungsfehler des damaligen Bürgermeisters getroffen (persönliche Indifferenzen mit Hr. Steinhart+/und Eigennutznachteilsängste des Bürgermeisters/Ferienhäuser am Waldesrand etc. …..), worunter nun die Bevölkerung in Fichtelberg auch noch in Zukunft erheblich durch Existenzverlust zu leiden hat (habe ich durch Gespräche mit Einheimischen erfahren!) – Fichtelberg hat eine seiner größten Attraktionen verloren- auch das die 2 baufälligen und morschen Brücken über den Fichtelsee (Stand: Juli 2017) zum Waldhotel Fichtelsee noch nicht repariert sind, ist für mich und vorallem für Geh- und- behinderte Besucher ein „No-Go“…Ist denn die Gemeinde nicht in der Lage diese Sache zu beheben oder bedarf es da der „Entwicklungshife“ aus dem Schwabenland=?….. (Meine eigene Meinung und ich komme aus der Touristik!). Auch der neue Bürgermeister scheint kein Freund von Durchsetzungsvermögen und eigener Meinung zu sein…..!
    Vielleicht kann man durch so einen kleinen Autoaufkleber noch was bewirken;-)!
    Gern komm ich für die entstandenen Kosten durch eine Spende auf…
    Vielen Dank für Ihre Bemühungen….
    Thomas Brückel
    Teckstrasse 17
    73107 Eschenbach
    (bin in Fichtelberg geboren und aufgewachsen!)

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